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THE MARKET ENGINEERS
THE MARKET ENGINEERS
Gegenstand des Market Engineering ist die direkte und indirekte Gestaltung von Marktprozessen (marktgerichtete Entscheidungs- und Handlungsprozessen) mit dem Ziel, das Marktergebnis zu beeinflussen – was im engeren Sinne Service- oder Preisangebote, im weiteren Sinne Abhängigkeiten, die Breite von Leistungsangeboten und Auswahlvielfalt oder den Grad an Innovationen betreffen kann.

 „Erfolg ist der Sieg der Einfälle über die Zufälle.“
Arthur Schopenhauer

Die direkte Gestaltung von marktgerichteten Prozessen setzt an den Beschaffungs- und Absatzprozessen an und bezieht die Auslegung der Beschaffungs- und Absatzobjekte (z. B. Leistungskonzeption inkl. Service & Qualität, Preismodelle, Vergabekonzeption) und insbesondere die Art und Weise der Kommunikation mit den Marktpartnern ein.

Auf indirektem Weg wird zur Gestaltung durch Maßnahmen der Marktaufklärung/-erkundung und der Entwicklung von Marktpartnern (speziell Lieferanten) beigetragen. Das entsprechende Analyse- und Aktionsprogramm kann auf den Beschaffungs- und/oder auf den Absatzmarkt gerichtet sein.

Theoretische Grundlage des Market Engineering ist die Hypothese, dass das Verhalten von Kunden und Lieferanten – und somit das unternehmensbezogene Marktergebnis – keine exogene, unbeeinflussbare und nur den Marktstrukturparametern unterworfene Rahmenbedingung ist, sondern im Gegenteil durch planvolles Handeln – in Grenzen – beeinflusst werden kann. Die Grenzen dieses Handelns sind situativ festzulegen, hängen von den verfügbaren Ressourcen ab und sind somit eigenständiger Gegenstand einer wirtschaftlichen Entscheidung.
In wissenschaftlicher Hinsicht unterstellt der Market-Engineering-Ansatz nicht das tradierte neoklassische, strukturelle Verständnis der Funktionsweise von Märkten, sondern baut auf den modernen Entwicklungen der verhaltens- (behaviouristischen) und entscheidungsorientierten Wirtschaftswissenschaften auf.

Der Begriff Engineering sucht dabei gezielt die Anlehnung an die Ingenieurwissenschaften, verstanden als die auf naturwissenschaftlichen (naturgesetzlichen) Erkenntnissen und Wissen ansetzende, auf die praktikable Umsetzung zielende Entwicklung von Produkten und Methoden.